Achtung Muggel von links! Achtung Muggel von rechts! Achtung Muggel von vorne, von hinten, oben, unten …

Ganz genau, heute geht hier um das Cachen im Stadtgebiet. Eine der schwersten Aufgaben besonders wenn man Kinder dabei hat. Es gibt bestimmt einen guten biologisch oder entwicklungspsychologisch erklärbaren Grund warum es keinen Kind möglich ist bis zu einem Alter von 5 Jahren nicht bei jedem Cache laut „Gefunden“ zu rufen.

Aus diesem Grund sollte man so gut es geht auf das Cachen mit Kindern in Wohngebieten zu verzichten. Erfahrene Geocacher wissen natürlich wie man sich im urbanen Gefilden bewegen und benehmen muss. So ist es immer gut Personen die einen besonders unverdächtig beobachten mit dem eigenen Blick zu fixieren. Meistens gibt das Gegenüber dann seine Überwachung auf.

Allerdings sei gewarnt vor einer besonderen Muggelart. Diese ist leicht an seiner Zusatzausrüstung (Kissen) und seinem bevorzugtem Revier (Fensterbank) zu erkennen. Schaut diese Muggel niemals direkt an! Solltet ihr es doch machen könnte sich diese Art davon motiviert fühlen und das Gespräch suchen. Ab diesem Moment gibt es nur noch wenige Möglichkeiten schlimmeres zu verhindern.

Seit ihr dem Fenstermuggel in die Falle gegangen und dieser versucht ein Gespräch mit euch aufzunehmen helfen euch vielleicht diese geheimen Geocacherantworten auf die Frage: „Junge Frau / Junger Mann, was machen Sie denn da?!“

  1. „Tschuldigung, hast’e mal nen Euro für mich.“ Alternativ: „Tschuldigung, hast’e mal nen Kissen für mich.“
  2. „Awucabangi ukuthi othile uhumushe lokho.“ Ein Sinnspruch auf Zulu
  3. „Schnell rein, die Russen kommen“

Am Schluß heißt es viel Glück und immer dran denken wenn es dunkel wird, sehen die Fenstermuggel schlecht, dann kann man sich wegschleichen.

Ist hingegen die Luft rein, gibt es auch in Stadtgebieten tolle Caches zu finden. Meistens halten diese auch noch interessante Fakten zum Ort und seiner Geschichte bereit.

Auch ist die Akzeptanz in der Bevölkerung für Geocaching gewachsen. Wird man doch einmal erwischt hat es sich bei uns immer bewährt gleich ehrlich zu Antworten und im Zweifel sich mal 5 Minuten Zeit zu nehmen für das eigene Hobby Werbung zu machen. Das Interesse überwiegt oft und wenn die Muggel sehen, dass nichts zerstört wird und wieviel Mühe sich die meisten Owner gegeben haben verfliegt oft die anfängliche Skepsis.

So ist es uns passiert als wir gerade einen Cache am Rande eines großen innerstädtischen Parkplatzes heben wollten. Während wir noch suchten öffnete sich plötzlich die Tür einen benachbarten Wohnmobils und ein freundlicher älterer Herr kam heraus. Sofort unterbrachen wir das Suchen. Allerdings kam der Herr auf uns zu und fragte freundlich ob er uns mal etwas fragen dürfte.

Im Laufe des sich daraus entwickelnden Gespräches kam dann heraus, dass sich das Pärchen über die sehr vielen Leute wunderten die neben ihrem Wohnmobil an einem Busch immer etwas suchten, dann auf einen Zettel schrieben und sich wieder verzogen. Die beiden hatten zwar auch schon versucht das zu finden was diese komischen Leute da immer suchten, hatten aber nichts gefunden.

Am Ende hatten wir das Gefühl, dass die beiden sich nun auch etwas für Geocaching interessieren und verstanden hatten was so viele Leute antreibt durch die Gegend zu rennen und nach kleinen Dosen zu suchen.

Nachts in der City machen eigentlich nur Nachtcaches richtig Spaß. Normale Caches mit Taschenlampen zu suchen erregt oft mehr Aufmerksamkeit als gut ist. Zumal viele unserer Mitmenschen davon ausgehen, dass Nachts nur Einbrecher mit Taschenlampen unterwegs sind. (Was natürlich nicht stimmt, Einbrecher erkennt man doch daran, dass diese Nachts mit Deinen Wertsachen unterwegs sind.)