Die Sonne scheint, die Temperaturen werden milder und wir wollen mal wieder die Fahrräder bewegen. Also holen wir unsere Drahtesel aus dem Winterschlaf. Erstmal heißt es pumpen, wischen, fetten und aufrüsten. Wobei der Bedarf an Aufrüstungen mehr bei Kind 1 und Kind 2 liegen. Das geht es wenigstens relativ schnell. Hier eine neue Klingel, dort ein Fähnchen und natürlich jede Menge Aufkleber.
Es ist wirklich faszinierend wie umfangreich das Sortiment an Fahrradzubehör zum Thema bestimmter Kinofilme ist. So stellt es überhaupt kein Problem für Kind 1 alles im entsprechenden (Eis-)Prinzessinnen Look zu besorgen und für Kind 2 alles im entsprechenden Rennauto Thema zu gestalten.
Nachdem dann alle Fahrräder auf den neuesten Stand gebracht sind und man keine Angst mehr haben muss, an der nächsten Straßenecke liegen zu bleiben, brechen wir auf. Die Runde hatte ich schon vorher am Computer geplant und es sollte auch nur eine kleine Ausfahrt werden, denn die morschen Knochen müssen nach dem langen Winter erst einmal wieder an das Fahrradfahren gewöhnt werden.
So fuhren wir mit gemäßigter Geschwindigkeit zum nächsten Feldrand, in dessen Nähe sich eine neue Dose zum Entdecken anbot. Kaum waren wir an den angegebenen Koordinaten angekommen stürmte auch schon Kind 1 los um bei einem besonders auffälligen Gestrüpp nach der Dose zu suchen. Dort suchten wir hinter jedem Zweig und unter jedem Stein, fanden aber leider keine Dose. In solchen Fällen bemühen wir immer die Cash Beschreibung bzw. den extra hinterlegt Hinweis. Leider hatte aber der Owner vergessen oder in voller Absicht keinen Hinweis hinterlegt. So etwas ist immer besonders ärgerlich, da wir es uns auch nicht leicht machen und erst einmal ohne die Hilfe versuchen den Cache zu finden.
Alternativ schauten wir uns dann die Logs an. Das ist der schnellste Weg um zu erfahren ob der Cache überhaupt noch existiert oder bereits gemuggelt wurde. In den Logs fand sich dann auch die Lösung, da sich einige beschwerten, dass die GPS Koordinaten nicht besonders genau eingemessen wären.
Als einzig brauchbare Alternative um eine Dose verstecken zu können bot sich ein ca 15 m entfernter Zaun an. Aufgrund der Größenangabe in der Cache Beschreibung konnten wir schon einige Verstecke ausschließen. Auch bot der Zaun nicht viele Möglichkeiten. Also müssten wir anfangen jeden einzelnen Pfosten zu untersuchen. Hierbei ist es besonders wichtig auf verräterische Schraubenköpfe in den Pfostenabdeckungen zu achten. Oft schrauben die Owner in die Verschlusskappen entsprechende Dosen, die dann im Inneren eines Pfosten stecken. Alternativ kann auch mal eine Pfostenkappe komplett fehlen und die Dose, meist ein Petling, hängt dann an einer Angelschnur im Inneren.
Am Ende wurden wir mit einer Pfostendose beglückt. Noch heute ist es uns ein Rätsel wie man sich auf einer freien Fläche, also auf einer Wiese, so mit einem GPS-Gerät vermessen kann.
Solltet ihr einen Cache legen wollen, denk immer daran mehrmals die GPS-Koordinaten zu überprüfen und vergleichende Messungen durchzuführen. Auch hat es sich bewährt mit verschiedenen Geräten zu messen, um einen Anhaltspunkt für die Genauigkeit zu bekommen. Alternativ kann man wenn der GPS-Empfang wirklich schlecht ist auch einen entsprechend umfangreicheren Hinweis in der Beschreibung hinterlegen.
Die beiden nächsten Caches haben wir dann gut gefunden. Mehr konnten wir auch nicht machen, da wir unsere Gegend schon ordentlich abgegrast haben.
Aber das nächste Mal werden wir einfach die Fahrräder auf das Auto schnallen und in etwas entfernteren Regionen auf die Jagd gehen.