Heute möchte ich ein paar Tipps zur richtigen Planung einer Geocaching Tour geben. Bei uns persönlich hat auch im Laufe der Jahre ein Wandel stattgefunden, besonders gravierend war die Geburt unserer Kinder. Sobald diese laufen konnten bzw. lang genug in einem Kinderwagen liegen konnten, wurden diese schon an das Thema Geocaching zwangsweise herangeführt.

Früher haben wir oft spontan nach einem Cash gesucht, quasi wenn zwischendurch mal kurz Zeit war. Dabei half natürlich dass man heutzutage auf dem Smartphone Caches sehr guten nachschlagen kann. Dabei kam es uns nicht so sehr auf die Entfernung oder die Art oder die zu laufenden Meter an.
Heute ist das anders, wenn wir zu viert losziehen, sollte an das eine oder andere gedacht sein. Wie man aus den vorhergehenden Blogeinträgen weiß, ist es bei uns besonders wichtig genügend Proviant dabei zu haben. Besonders die Butterkekse seien hier genannt.
Aber auch die gesamte Runde, die gelaufen werden muss spielt heute für uns mit Kindern eine besondere Rolle. Auch mögen es unsere Kinder nicht besonders, wenn man mehrere Caches auf der Liste hat, die einen zum Autofahren zwischendurch zwingen. Auf der anderen Seite wünschen sich die Kinder auch immer eine bestimmte Größe an Dosen um die Wahrscheinlichkeit von Tauschgegenständen zu erhöhen.
Aus diesem Grund machen wir in letzter Zeit mehr Traditional-Caches während wir früher mehr Multis gemacht haben. Das entspricht aber auch dem allgemeinen Trend, so werden immer mehr Multis als eine Reihe von Traditionals angelegt.
Besonders schön ist es, dass es auch immer mehr Caches gibt, die sich direkt an Kinder wenden und durch aufwendige Gestaltung sehr kindgerecht sind.
Sind die Kinder noch klein spielt auch der Zeitaufwand eine besondere Rolle. So muss dieser bei den kleinen Kindern noch zum Schlafverhalten passen. Gottseidank verwächst sich das wieder.
Nach meiner Erfahrung spielt auch die Gruppengröße eine zentrale Rolle. So ist es wichtig Caches auszusuchen, die auch mit größeren Gruppen noch Spaß machen. Auch existieren in größeren Gruppen meist mehrere unterschiedliche Interessen.
Nun wollen wir aber zum Suchen von Caches kommen also dem Vorbereiten einer Cache Tour. Dies geschieht natürlich mithilfe der großen Datenbanken im Internet. Je nach Geschmack und eigenem Gusto kann man hier zwischen verschiedenen Webseiten wählen. Diese unterscheiden sich allerdings sehr in der Menge der gelisteten Caches, so dass es sich meistens als besonders praktisch herausgestellt hat gleich bei dem größten Anbieter zu suchen.
Meist suche ich nach neuen Caches mir bekannter Owner. Bei diesen lässt sich die Qualität eines Caches oft besser einschätzen. Außerdem haben wir in unserer Gegend schon verschiedene Reihen, die mit sehr sehr viel Liebe und Engagement gestaltet werden. Sind wir in fremden Regionen unterwegs, suche ich nach Caches mit besonders vielen Favoritenpunkten. Dabei hilft es, dass man als Premium Kunde ohne Probleme die Listen entsprechend sortieren kann. Stößt man auf eine Reihe, die im Durchschnitt hohe Favoritenpunkte erreicht hat und auch noch geografisch zusammenhängend liegt, ist das wie ein Sechser im Lotto. Hier kann man fast nichts verkehrt machen.
Hat man nicht das Glück eine Reihe zu finden die besonders gut bewertet ist, muss man sich die Mühe machen selbst eine Runde zusammen zu stellen. Hierbei ist man oft gezwungen bessere und schlechtere Caches zu mischen.
Will man besonders akribisch vorgehen, lohnt es sich bei dem Cache auch noch in die Logs zu schauen. Hier erfährt man oft nützliche Informationen wie z.b. ob den anderen Geocachen der Cache gut gefallen hat, ob es häufiger zu Problemen beim Finden kam, dies ist wichtig besonders, wenn man Kinder dabei hat, die nicht so Frustrationstolerant sind.
Für manche Geocacher spielt es auch noch eine Rolle ob Trackables im Cache vorhanden sind.
Wird in der Beschreibung auf besondere Ausrüstung hingewiesen ist dies ein guter Hinweis, dass man manchmal besondere Aufgaben lösen muss. Das gibt bei technikaffinen Schatzsuchern oft noch den ein oder anderen Bonuspunkt. Allerdings ist dabei zu beachten, dass nicht alle Aufgaben für größere Gruppen geeignet sind. Ist man mit Kindern unterwegs sollte man eh immer in der Beschreibung nachlesen damit man zur Lösung nicht etwas machen muss, dass Kindern nicht möglich ist. Oder was man als Eltern aus Sicherheitsgründen nicht durch die Kinder lösen lassen möchte, Z.b. wenn der Cache landschaftlich schön an einer Steilklippe liegt.

Ein anderer wichtiger Hinweis, den man im Logbuch oder der Beschreibung finden kann ist, ob der Cache aktiv und auffindbar ist.
Plant man die Runde für eine größere Gruppe und möchte nicht spontan umplanen müssen, ist es auch praktisch wenn man noch einen Plan B in der Hinterhand hat. Das hektische Suchen nach einem Ersatz Cache bei schlechter Internetverbindung auf dem kleinen Smartphone Display ist nicht jedermanns Sache.
Zur Planung einer guten Geocaching Runde gehört auch die Anfahrt zu planen, die Parkmöglichkeiten schon mal online auszukundschaften und einen ungefähren Zeitplan zu erstellen. Wenn man die meisten dieser Punkte erfüllt hat, sollte einer guten Runde nichts im Weg stehen.
Dann bleibt mir nur noch ein letzter sehr wichtiger Hinweis, bitte macht euch die Mühe gute Caches mit einem schönen Logbucheintrag auch online zu würdigen und sich bei dem Owner zu bedanken. Die meisten Online Plattformen bieten hierzu auch noch die Möglichkeit Favoritenpunkte zu vergeben. Denn eines sollte man immer bedenken, je mehr Freude und Lob ein Owner mit seinem Cash hat bzw. bekommt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass er noch welche legt. Und damit ist uns allen gedient.