Wieder einmal geht es zu einen schönes Geocaching-Runde diesmal in voller Besetzung. Also haben wir Kind 1 und Kind 2 eingepackt, diese natürlich mit etwas Proviant ausgestattet und sind alle zusammen mit dem Auto zum ca. 30 Minuten entfernten Ziel gefahren. Dort angekommen empfängt uns eine wunderschöne Landschaft, sanfte Hügel und ein kleines Tal in welches sich malerisch ein kleines Dorf schmiegt. Oberhalb des Tals fängt ein verwunschener Wald an. Dazwischen reihen sich Wiesen und Felder aneinander. Sogar ein kleiner Teich fehlt nicht, hier hält ein Bauer zahlreichen Gänse. Es sieht wirklich aus wie aus einem Bilderbuch.

Erfreut über soviel schöne Natur machen wir uns auf den Weg die geplante Runde abzulaufen. Es geht vorbei am Teich mit den Gänsen, die wirklich laut sein können, direkt am Waldrand vorbei. Hier liegen gleich mehrere Traditionals. Alle in kinderfreundlicher Entfernung, d.h. ehe sich ein Kind beschweren kann über den zurückgelegten Weg wird es schon vom nächsten Geocache abgelenkt.

Herrlich wie sich die Geocaches lösen – die ersten suchen wir noch mit den Kindern zusammen, danach schnappt sich Kind 1 schon das Handy und versucht aus dem gemütlichen Spaziergang ein Wettrennen zu machen. Da aber Kind 2 nicht so schnell kann und die Eltern sich auch nicht im Laufschritt von einem zum nächsten Cache bewegen wollen muss Kind 1, ob es will oder nicht, ein paar Caches schon mal alleine lösen.

Nachdem nun Kind 1 zwei Caches alleine gefunden hat, scheitert es beim dritten an der korrekten Lokalisierungen desselben. Hier muss also wieder Papa ran! Dank des erheblichen Größenunterschieds zwischen mir und Kind 1 erspähe ich hinter der nächsten Hecke auch schon einen sehr verdächtigen Baumstumpf. (Sollte sich der eine oder andere Muggel fragen wie ein Baumstumpf verdächtig aussehen kann. Verdächtig aussehende Baumstümpfe erkennt man an möglichst vielen Möglichkeiten einen Geocache darin bzw. daran zu verstecken. Auch kommt es auf das Umfeld an: Gibt es im Umkreis kein vergleichbar praktische Versteckmöglichkeit, macht es den Baumstumpf noch verdächtiger. Und der ultimative Grund warum ein Baumstumpf verdächtig ist, ist wenn das GPS-Geräte genau auf diesen zeigt.)

Also sehe ich den Baumstumpf hinter der Hecke, Richtung und Abstand stimmen mit den Angaben des GPS-Gerätes überein. Auch sehe ich ein paar Meter weiter eine praktische Lücke in der Hecke. Also informiere ich Kind 1 über meine Erkenntnisse. Mit der kindereigenen Logik informiert mich Kind 1 wiederum, dass es genau dasselbe gesehen hätte und weil es die Lücke in der Hecke zuerst entdeckt hätte, soll ich mir eine eigene Lücke suchen. Als ob es Angst hätte ich würde im Durchgang stecken bleiben und damit den Rückweg abschneiden.

Aber egal, ich habe in meinem Leben so viele Geocaches gefunden auf einen mehr oder weniger soll es mir nicht ankommen. (Zumal ja Kind 1 mit meinem Handy loggt, mir das Internet also auch noch den Fund zuschreiben wird.) So lasse ich dem kleinen Besserwisser den Vortritt. Das Kind umrundet drei mal siegessicher den Baumstamm und verkündet, dort wäre nichts zu entdecken, nur eine große Schnecke. Gut die Schnecken waren uns im vom Tau nassen Gras auch schon an diesem Morgen aufgefallen. Also sage ich dem Kind, dass ich kommen würde und ihm helfe beim Suchen. Worauf Kind 1 mich nochmals eindringlicher warnt dort wäre nur eine große ekelige Schnecke. Was ist nur mit dem Kind 1 los, sonst hat sie doch keine Angst eine Schnecke anzufassen und auch sollte dieser Cache nicht so schwer versteckt sein, alle anderen der Reihe waren, nun sagen wir mal, leichte Beute.

Ich verspreche dem Kind, dass da bestimmt ein Geocache sein wird und mache mich auf den Weg. Kaum am Baumstamm angekommen präsentiert mir das erstgeborene Kind eine furchtbar eklige, teils gerissene, teils mit großen Löchern versehene Riesenschnecke – aus Plastik. Mist, hatte das Kind doch recht gehabt. Den modrigen Gestank des angeschimmelten Logbuchs habe ich erst wieder zuhause mit sehr viel Seife und heißem Wasser von den Fingern bekommen.

Und die Moral der Geschichte, höre immer genau deinem Kind zu – Nein natürlich nicht …

Und die Moral der Geschichte, Handschuhe gehören zu jeder CGA (Cacher Grund Ausrüstung) – Ja jetzt paßt es!