Es gibt manchmal Caches die man nicht so einfach vergessen kann, weil diese wirklich besonders sind. Genau um solche Caches zu würdigen wurde auch diese Webseite ins Leben gerufen. Wir haben uns leider damit abfinden müssen auf genaue Hinweise auf die Caches zu verzichten, da uns die Gefahr von Vandalismus zu groß ist. Und trotzdem möchte ich euch diesen Cache nicht vorenthalten. Besonders weil es ein echter Favoritenpunkt – Sammler ist.

Und auch mit diesem wundervollen Cache kann ich keine Ausnahme machen – auch wenn es mir wirklich schwer fällt. Aber vielleicht hilft ja die kurze Geschichte dem Leser an diesem Cache rein virtuell teilzuhaben.

Aller Anfang ist die Planung

Es war ein ganz gewöhnliches Wochenende, wie man so viele als Geocacher erlebt. Nachdem wir uns für eine Region als primäres Ziel entschieden hatten, suchten wir dort nach potenziellen Caches. Auch für Hin- und Rückfahrt planten wir jeweils noch eine ‚Zwischenstation‘ ein, damit die Fahrten nicht zu lange würden.

Favoritenpunkt – Highscore

Im Zielgebiet lag nun dieser Cache der nur recht spartanisch beschrieben ist, aber mehr als 3.000 Mal mit einem Favoritenpunkt belohnt wurde. Diese hohe Anzahl an Punkten in Verbindung mit nur wenig mehr Besuchen (ca. 3.400) machte uns sofort neugierig. Immerhin hat so ziemlich jeder Cacher der erfolgreich nach den Cache gesucht hat auch gleich einen Favoritenpunkt für diesen Hinterlassen. Das die Bewertungen in den einschlägigen Portalen alle sehr gut sind ergibt sich da schon praktisch von selbst.

Ein Weg voller Werkzeuge

Nachdem wir die Zielregion erreicht hatten machten wir uns auch gleich voller Vorfreude auf den Weg zum ersten Wegpunkt. Hier fanden wir nach kurzem Suchen auch schon ein in die Erde eingelassenes Rohr. In diesem Rohr steckte eine kleine Luftpumpe für Fahrradreifen und ein kleiner Hinweis man solle das Werkzeug mit sich nehmen und zur nächsten Station weiterwandern. Zusätzlich war für den Fall der Fälle noch vermerkt, wenn man keine Luftpumpe antreffen sollte, solle man etwas warten bis diese von der letzten Gruppe zurückgebracht werden würde. Glück gehabt – wir hatten unser erstes Werkzeug zur Lösung des Caches in den Händen.

Nach einem recht kurzen aber schönen Spaziergang zur nächsten Station fanden wir einen hervorragen präparierten scheinbar massiven Bettonpfosten vor. Nur scheinbar massiv da man einen Teil dieses Ungetüms komplett abnehmen konnte und so an die Dinge rankommen konnte die sich im Inneren befanden.

Übers Ziel hinausgeschossen

Fast schon hatten wir es erwartet und auch die erfahrenen Leser ahnten es, wir fanden das passende Ventil zu unserer Luftpumpe. Persönlich finde ich es immer ganz reizvoll wenn man auf so eine Konstruktion trifft, da sich meist nach Aufbau des entsprechenden Drucks irgendwo im Umkreis ein super getarnter Mechanismus auslöst. Hier war das leider nicht direkt der Fall.

Also erstmal weitersuchen und siehe da, unter einem Stein nur ein paar Meter entfern fanden wir wieder ein Stück vergrabenes Rohr. Durch eine massiven Stein verdeckt und im Inneren ein Gefäß, dass man nicht ohne Werkzeug herausnehmen konnte.
Im Deckel dieses Verstecks konnten wir dann die Erklärung für die Nichtfunktion des Ventils nachlesen. Wir hatten die beiden Elemente dieser Station in der falschen Reihenfolge gefunden. Der Owner ging davon aus, dass man zuerst das Rohr finden würde und hatte dort einen Hinweis angebracht der einen beauftragte nach dem versteckten Ventil zu suchen. Geocacher-Pech, kann passieren.

Endlich passiert was

Also wieder etwas Druck auf die Leitung geben und siehe da, das Gefäß schob sich langsam aus dem Rohr. In diesem Gefäß fanden wir dann den Hinweis für die dritte Station und zusätzlich das nächste Werkzeug. Eine alte Kurbel für einen Fensterheber im Auto. Das ist für die  Unwissenden das manuelle Pedant zur elektrischen Fensterheber – aus einer Zeit als Autofahren noch Abenteuer war.

Also rasch das Relikt vergangener Tage eingepackt und weiter ging es zur nächsten Station. Entlang einer wunderschönen Allee mit alten Bäumen fanden wir an deren Ende dann auch schon eine große Tafel mit den einheimischen Vogelarten. Bei genauer Betrachtung konnten wir einen passenden Anschluss für unseren Fensterheber an der Rückseite dieses riesigen Schildes finden.

Mit Hilfe der Kurbel konnte man ein Fach an der Unterseite des Schildes herausfahren. Hier fanden wir dann auch das Logbuch. Also schnell eingetragen und auf dem Rückweg noch die beiden ‚geliehenen‘ Werkzeuge an die ursprünglichen Plätze zurückgebracht. 

Ein wirklich verdienter Favoritenpunkt

Ein wirklich schöner Cache der mit viel Mechanik und tollen Ideen nicht nur unser sehr überzeugte. Den wohlverdienten Favoritenpunkt gab jeder der Gruppe. Danke an den Owner der sich soviel Arbeit gemacht hat und uns damit einen wunderbaren Spaziergang verschafft hat.