Teil 1 unserer Geocaching-Geschichte:

Willkommen bei unserer Geocaching Geschichte. Begleitend zu einem von uns selbst erstellten Cache gibt es hier die passenden Hinweise.

„Lieber Leser, herzlich Willkommen auf meinem Internetblog. Ich habe mir lange Gedanken gemacht auf welche Weise ich meine Geschichte erzählen soll.

Am Ende hat, wie so oft, meine Mutter den Ausschlag gegeben. Den wie sie oft sagt ist der kürzeste Weg auch oft der beste Weg.

Aber nun erstmal zu mir, ich lasse mich am liebsten mit meinem Nickname ansprechen, also nennt mich am besten Robo. Mein bevorzugter Lebensraum liegt im Rhein Main Gebiet. Hier an einem der größten innereuropäischen Drehkreuze, wo sich so viele Wege berühren und sich so viele Möglichkeiten eröffnen fühle ich mich am wohlsten. Alleine der Flughafen Frankfurt mit seinem nicht enden wollenden Menschenstrom gibt mir ein Gefühl der Sicherheit.

Beruflich, so sage ich immer, folge ich meiner Berufung. Ich bin quasi als ein Teil der so genannten Staatsmacht für die Sicherheit von uns allen zuständig. Das klingt vielleicht etwas hochtrabend und wird meinen Mitstreitern und Kollegen nicht ganz gerecht. Aber letztlich arbeiten wir alle zum Wohle der allgemeinen Sicherheit. Mein Einsatzgebiet liegt in der Datenanalyse und der Koordination aller notwendigen Schritte die bei einer Abweichung von der Norm notwenig sind. Zum Schutz unserer Methoden und meiner Kollegen muss ich leider aus meiner genauen Tätigkeit ein Geheimnis machen.

Genau diese Eigenschaft hat dazu geführt, dass meine Kollegen mir den Spitznamen Agent Robo verpaßt haben. Aber im eigentlichen Sinn bin ich natürlich kein Agent.

Meine Geschichte beginnt an einem dieser besonders harten Tage, es ist Samstagabend und die meisten Menschen sitzen zuhause und schauen diverse Filme von den einschlägigen Streamingplattformen. Soweit nichts besonderes. Doch auch wir haben alle Hände voll zu tun, nutzen doch unsere ‚Kunden‘ gerne mal die untiefen der Datennetze um sich vermeintlich unbemerkt miteinander zu verbinden. Der letzte Schrei ist seit neuestem die Chatfunktion diverser Spielenetzwerke zu nutzen. Da sitzen also diese Verbrecher an ihrer Spielekonsole, haben ein Headset auf reden über Gott und die Welt.

Und ganz genau hier beginnt meine Geschichte. Ich klinke mich also im Hintergrund in einen mir nach einer ersten Analyse auffällig erscheinenden Chat ein. Von den drei Personen die hier oberflächlich betrachtet eine nette Runde Aliens über den Bildschirm jagen kenne ich keinen. Aber durch Dialekt und Sprachwahl Punkten 2 von ihnen ganz ordentlich. Noch dazu kommen diese beiden aus einem Stadtteil der, sagen wir mal, nicht den besten Ruf genießt. Was es noch verdächtiger macht, der dritte Gesprächspartner hat sich aus weiter ferne dazugeschaltet. Es muss einem ja verdächtig vorkommen wenn sich ‚zufällig‘ 3 Leute treffen die sich eigentlich nicht kennen sollten und dann auch noch in so unterschiedlichen Zeitzonen leben.

Schnell stellt sich heraus, dass es sich um 3 junge Männer handelt, alle zwischen 20 und 30 Jahre alt. Zwei haben einen deutschen Standort, der dritte spricht zwar auch deutsch, hat sich aber über einen Server in Dubai eingewählt. Genau solche Konstellationen suchen wir. Ich fahre ein zweites System hoch und lasse alle Daten die ich von den Dreien finden kann in einen neuen Datensatz fließen. Im Hintergrund sind schon ein paar meiner Kollegen dran zusätzliche Informationen zu den verdächtigen Personen zu suchen. Evtl. findet sich ja in der einen oder anderen Datenbank unserer Strafverfolgungsbehörden ein passender Eintrag.

Intern nutzen wir einen Server der die Sprachmuster nach auffälligen Wortkombinationen durchsucht. Diese Maschine hat die komplizierte Aufgabe verdächtiges von unverdächtigem zu unterscheiden. Wie sich jeder vorstellen kann ist es nicht leicht den Slang bei einem Ballerspiel von dem Slang bei der Planung einer ähnlichen Gewalttat in echten Leben.“